Stille finden in einer lauten Welt!
alle Rubriken - 19.04.2010
24. April: Es wird erzählt, dass ein ägyptischer Mönch im 4. Jahrhundert eine neue Zelle am Nilufer bezogen hatte. Ein wunderschönes Plätzchen hatte er sich ausgesucht. Doch nur auf den ersten Blick war dieser Ort für ihn idyllisch. Nach ein paar Wochen zog er entnervt weiter: Er konnte das Rauschen des Schilfs nicht länger ertragen. Wohin würde unser ägyptischer Mönch heute fliehen? Wohin könnte er überhaupt fliehen, fragt Jürgen Werth in der Zeitschrift Antenne?
Bei Benedikt (480–547), dem Begründer des westlichen Mönchtums, ist die Notiz zu finden: «Das Maß der Eindrücke, denen wir heute ausgesetzt sind, vergiftet die Psyche.» 1400 Jahre später stöhnt der deutsche Schriftsteller Kurt Tucholsky (1890-1935): „Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem zu essen und zu trinken zwei Leidenschaften: Krach machen und nicht zuzuhören.“ Lasst uns diesem Trend Parole bieten, indem wir uns gemeinsam auf den Weg machen, wenn es heißt: „Stille finden in einer lauten Welt!“ Es wird Zeit, dass unsere Ohren eine Kur erhalten. Um 10 Uhr beginnt dieser besondere Gottesdienst in der Römerstraße 120 (direkt beim städtischen Parkplatz).
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